Providerwechsel mit de-Domain

Als mein erster Providerwechsel für einen Webdesign-Kunden anstand habe ich mich erstmal schlau gelesen. Ist alles gar nicht schwer. Um Zeitverzögerungen und Unannehmlichkeiten zu vermeiden sollte man einige Dinge rechtzeitig bedenken.


KK-Antrag

Vom neuen Provider erhält man ein Formular für den KK-Antrag (KK=Konnektivitätskoordination). Hier trägt man den Namen der Domain ein, einige persönliche Daten zum Domaininhaber und den Namen des bisherigen Providers sowie die Kundennummer bei diesem. Soll das Providerwechsel-Passwort an eine bestimmte E-Mail-Adresse gesendet werden, so sollte dies hier ebenfalls notiert werden. Das Formular muss vom Domaininhaber unterschrieben werden und dann sowohl an den alten, als auch an den neuen Provider geschickt werden.

 

Bereits nach 4 Stunden (angekündigt war innerhalb von 24 Stunden) erhielt ich vom alten Provider das Providerwechselpasswort, dieses wird auch AuthInfo oder AuthInfo-Code genannt. Dieses Passwort ist 30 Tage gültig, danach muss der Providerwechsel erneut beantragt werden.

 

E-Mail-Verlusten vorbeugen

Da die Zugangsprovider erst alle Nameserver aktualisieren müssen (dies kann bis zu 48 Stunden dauern), kann es nach der Übernahme der Domain durch den neuen Provider passieren, dass Mails oder Seitenaufrufe noch beim alten Provider landen oder als unzustellbar zum Absender zurückgeschickt werden. Um dabei den Verlust von Emails zu vermeiden, gibt es die Möglichkeit, beim alten Provider einen MX Record (Mail Exchange Resource Record) auf den neuen Server einrichten zu lassen. Mit einem MX-Record wird festgelegt, welcher Server für eine bestimmte Domain E-Mail-technisch zuständig ist. Sind dort zwei (oder mehr) Server eingetragen, so werden Emails an den zweiten Server geleitet, wenn der erste Server nicht erreichbar ist. Über den Wert „preference“ wird die Priorität festgelegt. Der Server mit der höchsten Priorität wird als erstes angesprochen, der mit der geringsten Priorität erst dann, wenn alle anderen nicht erreichbar sind.

 

Für das Einrichten des MX-Records muss wieder ein Formular vom Domaininhaber ausgefüllt und unterschrieben werden, in dem dieses beantragt wird. Die Einrichtung erfolgt ziemlich schnell; in meinem Fall griff die Funktion schon nach ca. 1,5 Stunden. Dieser Dienst ist kostenpflichtig und schlug mit ca. 18 Euro zu buche.

 

Website beim neuen Provider einrichten

Schon bevor ich das Providerwechselpasswort beim alten Provider beantragt habe, habe ich auf dem Server des neuen Providers die neue Website eingerichtet. Auch alle bereits beim alten Provider verwendeten E-Mail-Adressen müssen beim neuen Provider wieder eingerichtet werden.

 

Umleitung von alten Seiten zu den Neuen

Um zu vermeiden, dass bestehende Links zur alten Homepage (z. B. Bookmarks bei Usern oder Links von Google und anderen Suchmaschinen) ins Leere laufen und damit neben der Verärgerung der User eine Negativbewertung bei den Suchmaschinen riskiert wird, müssen Umleitungen von den Einzelseiten der alten Homepage auf geeignete Seiten des neuen Webs gelegt werden. Dies geschieht bei Apache-Webservern am elegantesten durch Redirects in der Datei .htaccess.

 

Providerwechselpasswort an den neuen Provider schicken

Erst nachdem alle vorbereitenden Arbeiten abgeschlossen sind wird der AuthInfo-Code an den neuen Provider geschickt, bzw. selbst online eingetragen. Anschließend ist die Domain dann innerhalb von 24 bis 48 Stunden über den neuen Provider erreichbar. So lange dauert es, bis wirklich alle Nameserver auf den neuen Server umgestellt sind. Über unsere Internetverbindung war die Seite nach ca. 7 Stunden beim neuen Provider erreichbar.

 

Mehr Infos zum Providerwechsel gibts zum Beispiel bei Wikipedia.

 

 

 

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